Emotionen
Januar 2010

Juni 2009
Eine Begegnung der besonderen Art
Man sagt ja, Zufälle gibt es nicht - doch entscheiden Sie selbst, was es ist, wenn Sie meine Geschichte zu Ende gelesen haben.
Ich wurde zu einem Geburtstag eingeladen, bei einer Frau, die ich persönlich noch nie real gesehen hatte. Der einzige Kontakt waren ein paar geschriebene Zeilen sowie wenige Worte am Telefon - zu einer Verabredung war es nie gekommen.
Diese Zeilen hier handeln nicht von jener Frau, die ich nicht kannte, sondern in erster Linie von dem Geschenk, das ich ihr machte und welche Geschichte es auslöste.
Doch was konnte man einer Frau schenken, die man noch nie gesehen hatte? Was könnte sie mögen? Was womöglich überhaupt nicht?
Ich entschied mich für Etwas, was ich besonders gut konnte; ich schrieb Worte auf ein Stück Papier.
Während einer Bahnfahrt entstand so ein Reim über ungefähr drei Seiten, hübsch aufbereitet und fertig zur Übergabe ... Als ich diese Bögen Papier dann übergab, war die Reaktion: äh, das liest du doch auch vor? - und ohne eine Antwort abzuwarten fügte sie noch hinzu: "Das wünsche ich mir von dir."
So stand ich irgendwann vor versammelter Mannschaft, die Musik in dem Lokal wurde extra ausgestellt - und las mit zittriger Stimme - und ziemlich schnell, meine Zeilen runter. Ein lautes Ausatmen folgte, als ich endlich fertig war. Ich hatte es geschafft!
- und jetzt erst beginnt die wahre Geschichte.
Mit einem Mal kam eine mir fremde Frau aus der Gruppe der Geburtstagsgästen auf mich zu und strahlte übers ganze Gesicht:
"Das hast du toll gemacht! Kannst du nicht auch für mich schreiben?"
Ehrlich? Ich war baff. Überrascht - so vollkommen unvorbereitet.
"Natürlich", stammelte ich und fühlte mich mindestens drei Zentimeter gewachsen !
Es könnte sein, dass die Worte dieser Frau "Ester Peter" ein wenig anders formuliert waren und wahrscheinlich auch nicht gleich so direkt gewählt gewesen sind - doch irgendwie verpackte sie genau diesen Wunsch in ihren Zeilen.
Ein paar Tage später schon, saß ich in den Räumlichkeiten von KinderLeben im Elterncafé an einem Tisch zusammen mit Ester P. und wir redeten und redeten und redeten - sechs Stunden lang.
Ester, quirlig, mit dem Herzen dabei, berichtete mir mit Enthusiasmus, Freude und Begeisterung von dem Werdegang dieses Vereins und sie erzählte mir von den Wünschen, die sie an mich hatte - "Ein paar Texte, damit KinderLeben präsent bleibt", war nur einer davon.
Ich selbst ging staunend durch die Räumlichkeiten und entdeckte - ein Raum zum Träumen und Musik machen und hören, einen Bereich für die Geschwisterkinder, eine Ecke für das Elternkaffee und im Obergeschoss einen "Wintergarten" hell und gemütlich - kurz vor dem Bürobereich.
Natürlich gibt es noch vieles mehr, wie zum Beispiel, eine Küche, ein Behinderten-WC...
Ich habe keine Vergleichsmöglichkeiten - ich kann nicht beurteilen, wie es an anderen Orten zugeht, wo ebenfalls Sterbebegleitung, Betreuung von betroffenen Kindern und deren Angehörigen stattfinden - was mir jedoch bei KinderLeben besonders positiv auffällt, ist diese Herzlichkeit und das Bestreben den Menschen in den Mittelpunkt zu stellen. Das fühlt sich gut für mich an.
Seit diesen ersten Stunden in den Räumlichkeiten von KinderLeben bin ich schon mehrmals wieder dort gewesen. Regelmäßig unterstütze ich dieses Projekt, mit viel Freude und dem Gefühl, etwas Gutes zu tun.
Ich bin gespannt, welche Texte ich noch formulieren werde und ich bin froh, diesem herzlichen Ort behilflich sein zu dürfen.
![]() |
Ihre Cathrin Lichtenberger |
3. Saxwelt-Spendenauktion 2008
Impressionen von Carsten Mertens
Hallo Saxwelt,
am 26. März war es endlich soweit. Smatjes und ich haben den Erlös der 3. Saxwelt-Spendenaktion an die Verantwortlichen von KinderLeben e. V. in deren neuen Räumlichkeiten in Hamburg übergeben.
Dabei haben wir erfahren, wie und mit welcher ungeheuren Energie dem Schicksal der todkranken Kinder entgegen getreten wird. Im Moment werden die neuen Räumlichkeiten durch viele ehrenamtliche Helfer behindertengerecht umgebaut und modernisiert. Welche rechtlichen Hürden genommen werden müssen und wie diese umschifft werden, hat mich nahezu sprachlos gemacht.
Die Initiatoren von KinderLeben versuchen durch viele Veranstaltungen die Aufmerksamkeit für ihr Projekt zu erhöhen und dadurch Spenden für ihre Arbeit zu sammeln.
Die nächste Großveranstaltung ist eine Benefiz-Gala, die am 28. April 2009 in Hamburg stattfindet. Dazu an anderer Stelle mehr.
Ein Tag der offenen Tür, an dem jeder Interessierte sich mit der Arbeit des KinderLeben-Teams vertraut machen kann, wird gerade vorbereitet. Der Termin für dieses Event ist der 08. Mai 2009.
Vielleicht ergibt sich ja in Zukunft eine Möglichkeit für eine weitere Zusammenarbeit.
Auch wenn die diesjährige Saxwelt-Spendenaktion leider nicht den erhofften Geldsegen brachte, ist das Geld aber auf jeden Fall gut investiert.
Nochmals Vielen Dank an TanjaTenorsax und an alle weiteren Spender.
Benefiz - Golfen am 16.12.2008
Impressionen von Ulrike Schankart zum Bürogolfen:
Absolutes Highlight der Woche: Mein Start beim Golfen in der "KinderLeben" Zentrale.
Zuerst totales Misstrauen und Kopfschütteln: - Ich golfen? Never! Kann ich gar nicht.
Der Trainer provozierte mich mit einem lockeren: "Jetzt Platzreife! und ich entwickelte mich - tempo zum tapsigen Frischling mit mindestens zwei linken Händen und noch mehr linken Füßen.
Es gehört schon jede Menge Mut, Selbstvertrauen und Konzentration dazu, trotz unzähliger versemmelter Schläge und renitenter Bälle nicht aufzugeben.
Hilfe war immer da: "Schwester" Sabiene reichte den linken oder rechten Schläger, "Bruder" Martin bewies ungeheure Leidensfähigkeit in Sachen Geduld, sprach mir Mut zu, dämpfte die Ungeduld der wartenden nächsten Truppe.
Neun Löcher geschafft! Sogar mit Bällen drin. Die Mundwinkel erlahmen vom vielen Lachen.
Folge: Eine Einladung auf einen Golfplatz und zwei neue Freunde. Mehr geht nicht.
Danke lieber Ester, danke lieber Andreas.
Jetzt habe ich "Blut" geleckt und werde meinen Ehrgeiz pflegen!
Eure Ulrike Schankart
Ulrike Schankat
Es gibt einen Ort - nur 27 Kilometer von Hamburg entfernt, den würde ich als Paradies bezeichnen. Hier wohnt die Wärme, die Menschlichkeit. Die nie versiegende Liebe und Hilfsbereitschaft.
Obwohl Journalisten gern vorwiegend Fakten im Auge haben, gerät man bei der Begegnung mit Rosi Pulst unversehens ins Schwärmen. Weil sie stark ist.Weil sie an den harten Schicksalsschlägen nicht zerbrochen ist. Weil sie ihre Berufung gefunden hat.
Soviel Mut und Tapferkeit hat nicht jeder: Auf dem Weg durch ihre Hölle starben unerwartet ihre zwei Babys, dann verlor sie ihren geliebten Ehemann nach aufopferungsvoller Pflege genauso wie ihren späteren Lebensgefährten. Täglich lebt sie jetzt in der tragischen Gewissheit, dass ihr schwerstbehinderter Sohn Christian nicht mehr lange lebt. Verzweiflung und Wehklagen sind jedoch ihr Ding nicht.
Nicht nur ihre tragische Lebensgeschichte nimmt mich gefangen, sondern die Persönlichkeit des kleinen Persönchens. Rosi hat ein riesengrosses Herz ! Sie quillt quasi über vor Herzlichkeit, Mitgefühl und Verständnis - aber auch vor Lebensfreude und Lachen. Eine Mischung wie Balsam für die Seele. Mit ihrem Wissen, ihrer Energie und Kraft hilft sie jetzt Eltern mit unheilbar erkrankten Kindern im neuen Hamburger Kinderhospiz . Eine beeindruckende Frau.
Liebe Rosi, schön dass es Dich gibt, schön, dass wir alle von Dir lernen dürfen!
Ulrike Schankat 
Fotos Gerd Tratz
Ulrike Schankat
Journalistin/Autorin
Stresemannallee 9
D-22529 Hamburg
Tel.: 040 560 26 55
Fax.: 040 520 146 055
Mobil 0170 2311 830
Email: ulrike@ulrike-schankat.de

